Work & Travel England (UK)

#1 von Joe_GER , 19.02.2010 13:50

Hi.

Bin gerade am Überlegen, ob ich nächsten Monat nach England fliege und mein Glück versuche. Hat jemand von euch W&T-Erfahrung in England oder der UK gesammelt? Oder weiß jemand wie die Chancen zur Zeit oder allg. was Jobs angeht stehen?
Arbeit in GB zu finden ist sicherlich um einiges schwerer, als in OZ, NZ oder Canada....

Würde mich über jegliches Feedback freuen!

Cheers :)

Jo


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RE: Work & Travel England (UK)

#2 von katie* ( gelöscht ) , 04.03.2010 17:36

Hey,
ich bin seit August in der Uk und habe 4 Monate in London gearbeitet, in London Arbeit zu finden ist sehr viel einfacher als in den anderen Staedten meiner Meinung nach....
Im Januar war ich 1 Monat in Edinburgh und habe da nach einem Job gesucht, aber es war so schwierig, es sei denn du hast richtig viel Zeit und viele Ersparnisse, dann ist es vielleicht moeglich auch in den anderen Staedten einen Job zu finden...
Richtig schwierig ist es auch einen Kurzzeitjob zu finden, also wenn du w&t machen willst, wuerde ich nicht unbedingt hierher kommen..

lg katie

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RE: Work & Travel England (UK)

#3 von harryheck , 28.01.2012 21:44

Hey,

ich weiß, die Frage ist mittlerweile schon wieder bisschen her, aber mir hätte die nachfolgende Antwort bei der Vorbereitung wahrscheinlich weitergeholfen, da dieses Forum leider bisher eher auf Australien, Neuseeland und Kanada beschränkt ist (das liegt natürlich in keinster Weise an den Betreibern sondern eher an den Leuten, die hier ihre Erfahrungen nicht mitteilen! ) Also, ein rein sozialer Akt von mir (und natürlich die Möglichkeit alles mal schriftlich zu haben):

Ich hab 2011 mein Abi gemacht und bin seit dem 5. Januar in England; mit dem Plan, in London oder Brighton einen Job zu finden und dort für 6-8 Monate zu bleiben, so, dass ich zum Wintersemster anfangen kann zu studieren. Bin mit einem guten Kumpel unterwegs. Herumreisen ist auch geplant, steht aber erst einmal eher hinten an, wir wollen erst mal einen Job und eine Wohnung finden.

Jobs zu finden ist in London, wie Katie* schon schrieb, sicher am leichtesten. Problem in London sind nur die Flat- und Unterhaltskosten..und natürlich, dass einen der ständige Dauerbetrieb und Tumult dort nicht stört.

Wir sind letztendlich nach Brighton, weil wir hier mehr Kontakte haben, allerdings niemand den wir jetzt richtig gut kennen. Übrigens eine wunderschöne Stadt und dazu noch an der Küste! Die Unterhaltskosten sind hier, weil es durchaus auch eine Touristenstadt ist, natürlich nicht viel geringer als in London - aber das bisschen macht schon was aus.

Wir sind gleich in den ersten 2 Wochen auf Jobhunt gegangen, haben aber nur zirka 30 CV's vergeben. Von den Leuten hat sich bisher kein einziger gemeldet (alle meinten, dass es nach der Weihnachtszeit eher schlecht ist - also für alle die nach England gehen wollen: geht vor Weihnachten, am besten im Herbst!)

Also haben wir unsere Ansprüche etwas runtergeschraubt und wollten uns auch bei Fast-Food Ketten bewerben. Gleich die erste, wo wir hin sind (Burger King) hat uns beiden einen Job gegeben, in der Front und in der Küche. (zur Info: 5gbp pro Stunde)
Den Job haben wir beide nach dem ersten Tag gleich wieder hingeschmissen.
Warum?
Weil wir zwischenzeitlich in unserem Hostel jemand kennengelernt hatten, die meinte, dass American Express zurzeit deutsche Leute sucht - das reinste Glück!!
Also schnurstracks CV dort hingeschickt, Bewerbungsgespräch bekommen, Bewerbungsgespräch "absolviert" und den Job bekommen! (zur Info: 8,50 gbp pro Stunde !); Position: New Accounts Analyst, zuständig für Kunden aus dem deutschen Markt. (man muss viel übersetzen und verbessert sein Englisch dadurch immens).
Da "Job" in der to do-list somit abgehakt ist, sind wir zurzeit auf Wohnungssuche.

Anderer Grund warum wir nach Brighton sind, ist, weil wir beide Musiker sind (haben beide in Deutschland in einer Band zusammen gespielt). Dafür ist die Stadt natürlich perfekt - was natürlich nicht heißt, dass das in London oder in anderen Städten nicht auch gut geht! Gitarren haben wir allerdings nicht mitgenommen, ich hab mir hier eine gekauft.

Ansonsten kann ich Brighton als Ziel nur empfehlen! Nette Leute, viel Pubs und Clubs und auch genügend Möglichkeiten anderen Aktivitäten nachzugehen (Musik, Skaten, Sport..)

Für alle die denken, England wäre zu kalt: in Deutschland ist es kälter. Zumindest zurzeit. In meiner Heimatstadt (Erlangen) liegt Schnee und hier scheint fast jeden Tag die Sonne. Das kann aber natürlich auch nur Zufall sein
Andere Sache die für mich ein Pro für England war: Es ist nahe zu Deutschland. Man kann gegebenfalls einfach ohne Gepäck nach Deutschland zurückfliegen (falls man Verantwortungen wie eine Freundin oder einen Freund in D zurücklässt, oder einfach seine Familie mal besuchen will.) Und der "Abenteuer-Wegvonzuhause-Leaveitallbehind"-Faktor kommt trotzdem auf, das könnt ihr mir glauben - ist ja auch eines der vielen Gründe warum man so etwas macht, oder?

Um ein bisschen was zu unserer Vorbereitung zu sagen:
Die war praktisch nicht vorhanden. Wir haben den Flug gebucht.. und haben uns festgelegt, welche Städte in Frage kommen, falls es in London oder Brighton nicht klappen sollte mit dem Job finden.
Dinge wie CV schreiben, Hostels buchen, usw. haben wir alles erst hier gemacht (dass es in London und hier fast überall freies Wlan gibt, ist da natürlich eine große Hilfe). Natürlich kann ich nur jedem raten, vor allem wenn das Geld eher knapp ist, das alles schon davor zu machen. Man spart sich doch viel Zeit und Geld am Anfang. Sind übrigens mit Koffern unterwegs - da wir aber anfangs nicht so viel rumreisen wollen stellt das kein Problem dar.

Als Hostel kann ich St. Christophers empfehlen - 75gbp für eine Woche (für England ist das billig) und gibt es in London, Brighton, Edinburgh.

Zur Versicherung: Ich hab mir keine Auslandsversicherung geholt, da ich hier mit meiner normalen Versicherungskarte noch ausreichend versichert bin. Allerdings brauche ich jetzt für die Arbeit eine national insurance number - die kann man sich allerdings einfach im Job Centre hier holen.

All diese Erfahrungen habe ich in weniger als einem Monat gesammelt, wir sind also noch ganz am Anfang mit unserem W&T. Trotzdem hoffe ich, ich konnte dem ein oder anderen helfen bei seiner Entscheidung. Fragen kann man mich natürlich auch gerne über PM, zumindest was Brighton anbelangt, aber die generellen W&T Fragen frägt man wohl eher die "Profis" im Forum hier. Achja: Blog ist in meiner Signatur (besteht aber eher nur aus Bildern)

So long und Grüße von der Südküste,

Roman


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RE: Work & Travel England (UK)

#4 von raffie , 04.06.2012 14:18

Hallo Roman,

vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung. Das klingt alles sehr interessant. Ich wusste bisher gar nicht, dass es auch in UK die Möglichkeit von W+T gibt. Hast du denn seither noch Updates für uns? Oder betreibst du vll sogar einen Blog wo du über deine Erlebnisse in UK berichtest? Über einen Link würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße


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RE: Work & Travel England (UK)

#5 von harryheck , 05.06.2012 02:16

Hey Raffie,

danke für's Interesse. Schriftlichen Blog habe ich leider nicht, den tumblr der meiner Signatur zu entnehmen ist, besteht sogut wie nur aus Bildern. Ich kann aber auch so bisschen was schreiben.

Bin seit heute genau 6 Monate hier - man, die Zeit vergeht schnell.
Ganz generell zu meinem "T&W": ich würde das, was ich hier bisher getan habe, eher nicht als Travel & Work bezeichnen. Ich arbeite immer noch bei American Express, die Erfahrung die ich dort sammle will ich einfach nicht missen und mein Team ist echt cool! Zudem wohne ich (immer noch) in einem Studentenhaus. Ich habe mich einfach ganz bewusst nicht fürs rumreisen entschieden, weil es mir hier so gut gefällt!

Allerdings ist es bestimmt möglich alle 2 Monate in eine andere Stadt zu gehen um dort was zu erleben - ich hätte allerdings bestimmt meine Schwierigkeiten mit dem Arbeit finden...mindestens Kellnern sollte man schon können. Tagelöhner Jobs wie Plantagenarbeit gibt's hier halt einfach nicht. Das lässt sich nur sehr schwer mit T&W in Australien oder Neuseeland vergleichen.

Für mich stand die Erfahrung in den letzten Monaten vor allem darin, das erste mal richtig auf mich alleine gestellt zu sein, und das im Ausland (der Kumpel, der am Anfang dabei war ist schon nach 3 Monaten wieder nach Deutschland zurück!). Wie viel man hier letztendlich erlebt hängt wohl ganz von einem selber ab, aber das ist in anderen Ländern bestimmt nicht anders.
Meine Zeit hier war bis jetzt allerdings absolut geil, meine Arbeit macht Spaß, meine Mitbewohner sind cool und ich unternehme hier echt viel. Die Möglichkeiten hier haben mich anfangs schier erschlagen, das liegt aber auch daran, dass ich zuhause nicht in einer Stadt gewohnt habe - und Brighton ist ja noch nicht mal eine Großstadt!
Der Lebensstil hier gefällt mir schon sehr .. aber wohl nicht genug, um mich davon überzeugt zu haben hier zu studieren! Deswegen gehe ich gezwungenermaßen auch in 2 Monaten wieder nach Deutschland um die Wege für mein Studium einzuleiten. Studieren wäre hier allerdings auch sehr teuer. Wäre aber wirklich gerne länger geblieben (Hätte wohl doch im Herbst gehen sollen! Leute, geht im Herbst!)

Musikalisch spiele ich hier regelmäßig bei Open Mic Nights, wovon es massenhaft gibt. Zudem habe ich das Glück, dass in meinem Haus eine Sound-Engineering Studentin wohnt, die mir ihr Recording-Equipment ausgeliehen hat - somit nehme ich hier zurzeit meine Solo "Platte" auf!
Jamme außerdem regelmäßig mit Freunden.

Für das Vorhaben "nach der Schule ins Ausland" war es hier bisher ideal. Ich habe mein Englisch massiv verbessert, Freunde gefunden, einiges erlebt und eine Menge Erfahrung gesammelt. Mit typischem W&T hatte das hier wahrscheinlich wenig zu tun. Ich habe hier allerdings Erfahrungen gesammelt, die man beim Backpacking in Australien sicher nicht sammelt (z.B. Business-English, selber Wohnen und alles was dazugehört..). Das Ganze ist wahrscheinlich einfach ein bisschen gewöhnlicher aber dennoch nicht weniger zu empfehlen.
Für Leute, die oben genannte Erfahrungen allerdings schon hinter sich haben und etwas älter sind würde das wahrscheinlich nur wie ein Ortswechsel ins Ausland vorkommen. Zu "Sehen" gibt es in England dann halt doch nicht so viel wie in Down Under! Aber deswegen bin ich auch nicht hierher gekommen.

Hoffe ich konnte ein bisschen Einblick gewähren, spezielle Fragen beantworte ich natürlich gerne!

Take care!

Roman


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RE: Work & Travel England (UK)

#6 von Krähe , 19.08.2012 07:20

Hallo Roman.

Ich überlege mir zurzeit, nach England zu gehen und was du so schreibst, klingt für mich ziemlich ansprechend (mir ist nicht wichtig, viel zu sehen und zu reisen und das alles).
Du empfiehlst, im Herbst zu gehen und schreibst auch, dass du dich praktisch nicht vorbereitet hast, sondern eher mal so eben rübergeflogen bist - ist es also realistisch, noch diesen Herbst los zu wollen?
Meinst du, dass ich vielleicht auch bei American Express nen Job finden könnte (oder was Ähnliches bzw. ähnlich bezahltes) oder war das bei dir einfach riesiges Glück?
Wieviel Geld hast du denn so verdüdelt, im ersten Monat, bis du feste Unterkunft und Job hattest?
Beschränkt sich die Musiker-Szene in Brighton eher auf Bands oder gibt es da auch viele, die elektronische Musik machen?
Laptop ist wahrscheinlich unabdingbar oder meinst du, man käme vielleicht auch ohne zurecht?
So, jetzt hoffe ich einfach mal, dass du hier irgendwie noch aktiv bist und mir ein paar meiner Fragen beantworten kannst.

Gruß, Krähe


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RE: Work & Travel England (UK)

#7 von Krähe , 19.08.2012 22:44

Noch was:
Gibt es in Brighton/London auch überall schwarze Bretter in den Hostels usw.?


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RE: Work & Travel England (UK)

#8 von harryheck , 26.08.2012 12:02

Hi Krähe,

die E-Mail Benachrichtigungen bei neuen Posts kann ich schlecht übersehen

Im Herbst zu gehen ist sicherlich nicht verkehrt, im Januar gabs einfach nicht viel Bedarf an Arbeitern und/oder Hilfskräften und ich wär wie gesagt einfach gerne länger geblieben. Wenn du allerdings nicht gezwungenermaßen früher gehen musst (bei mir eben wg. Studium), dann kannst du auch erst später gehen.
Wie auch schon gesagt, ich hab nicht gerade die besten Qualifikationen für Jobs in der Gastronomie, und dort wird wirklich am meisten gesucht,
insofern war die Sache mit AMEX (zumindest für mich) bestimmt großes Glück, ich hatte ja auch jemanden im Hostel getroffen die dort gearbeitet hat; die hat mir dann die E-Mail von der Leiharbeiterfirma gegeben.
Kommt also wirklich sehr auf deine Qualifikationen an. Ich denke allerdings schon, dass jeder der gut Englisch spricht bei American Express arbeiten könnte ,die suchen echt ständig nach Leuten da viele Leute auch immer nur ca. 3-4 Monate dort sind! (Fach-)Abi ist aber glaub ich notwendig.

Zum Geld: Ich bin mit gerade einmal 800€ losgegangen. Das hat mir 1 1/2 Monate gereicht (was auch so einkalkuliert war). Hätte ich in der Zeit nichts gefunden hätte ich wohl wieder zurückfliegen müssen!

Laptop war absolute Pflicht. Da ich nicht viel von zuhause vorbereitet hatte, musste ich hier ja alles im Internet zusammensuchen.

Zu den schwarzen Brettern: Die gibt es hier durchaus, die Größe kommt ganz aufs Hostel an, das bei Amex war aber z.B. riesig. Das meiste wird hier aber wirklich über Gumtree gemacht. Egal ob du nur ein billiges Fahrrad suchst oder eben eine Wohnung. Ich hab am Ende dort auch meine Gitarre wieder verkauft und meinen Raum weitervermietet, lief echt super.

Die Musikerszene ist wirklich sehr vielseitig hier, das meiste machen wahrscheinlich wirklich Singer-Songwriter aus. Elektronische Musik habe ich nicht allzu gut mitverfolgt, kam aber auch ein paar mal vor, dass dann Leute mir ihren Synths und Keyboards auf einer Open Mic Night performed haben. DJ's sind hier wahrscheinlich auch gut aufgehoben weil es einfach unzählige Clubs und Bars gibt. Der Grund warum ich hier musikalisch nicht mehr "erreicht" habe lag daran, dass ein Vollzeitjob einfach zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Würde ich das Ganze nochmal machen, würde ich auf jeden Fall dafür sorgen, dass ich teilzeit arbeiten würde!

Grüße,

Roman


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RE: Work & Travel England (UK)

#9 von Dannmallos , 29.08.2012 23:02

finde es total super, das du uns einen kurzen Überblick gegeben hast... Ich bin ziemlich neu hier und bin echt am überlegen wohin nun eigentlich??? also vielen Dank!!!

Leider hab ich nämlich über England kaum was gefunden hier


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RE: Work & Travel England (UK)

#10 von cascada4life , 14.02.2013 16:06

Hallo zusammen,
auch von meiner Seite vielen Dank für die tollen Tipps
Wollte ja ursprünglich W&T in Kanada machen, aber das ist dieses Jahr so schwierig mit dem neuen OnlineVerfahren, dass ich mir überlege, vielleicht auf England auszuweichen.
Deshalb habe ich paar kleine Fragen, würde mich freuen wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet:
1. Brauch man ein spezielles W&T Visa für England oder einfach einreisen und dann die Sozialversicherungsnummer fürs Arbeiten beim Amt holen?
2. Genügt die normale europäische Krankenversicherung oder muss ich hier eine spezielle Versicherung abschließen?
3. Gibt es in den Hostels ebenfalls Job-Angebote als Aushang oder einfach bei potentiellen Arbeitgebern vorbeischauen?

Schon mal vielen Dank für eure Hilfe


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RE: Work & Travel England (UK)

#11 von Lily2011 , 27.04.2013 16:19

Hallo Ich mache mal weiter, über W&T England zu schreiben.Vielleicht interessiert es den oder anderen und vielleicht kann jemand dann noch von Erfahrungen berichten, denn ich bin erst in der Vorbereitung.
Also, ich habe mich vor ein paar Monaten (glaube im Februar) bei der Organisation step-in angemeldet. Ein Bekannter von mir ist über diese Organisation mit seiner Freundin nach Australien geflogen und so wurde ich auch auf diese aufmerksam. Da ich nur Positives gehört habe und sie eine der wenigen ist, die tatsächlich auch W&T- England anbieten, meldete ich mich an.
Ich habe schon nach ein paar Tagen Unterlagen zugeschickt bekommen, ua. den Programmablauf, wie ich den Programmpreis zahlen möchte (per Überweisung oder Abbuchung), ob die mir ein passendes Flugticket raussuchen sollen (ja!!) und halt einen kleinen Einführungstext. Achja und einen Englischtest sollte ich auch ausfüllen (einige Kurz-Essays), um beurteilen zu können, ob die eigenen Sprachkenntnisse ausreichend sind, um sich dort Job und Wohnung suchen zu können.
Ich habe auch mein Ausreisedatum auf den 1. November festgelegt, um einfach ein bisschen Luft beim Geld sparen zu haben Denn wie man weiß ist London very expensive
Naja, nachdem ich die Unterlagen ausgefüllt wieder zurückgesendet habe, bekam ich nach ca. einem Monat weitere Unterlagen. Vorlagen für einen CV und einen Bank Reference Letter zB.
Meine Vorbereitungen sind also schon etwas fortgeschritten.
Ich habe mir jetzt auch einen zweiten Nebenjob gesucht um (wie von meiner Organisation empfohlen) mindestens 2000eur mit nach London zu nehmen, damit man dort ein gutes "nest egg" hat :]
Da ich gerade fertig mit dem Abitur bin und nur noch auf die Ergebnisse warten muss, passt das zeitlich auch ganz gut.
Ich würde zB auch noch die Seite http://www.gumtree.com bezüglich Jobs und Wohnungen empfehlen. Da gucke ich auch regelmäßig mal rein, um Preise zu vergleichen und schon mal eine Vorstellung davon zu bekommen, mit welchen WG-Zimmern man rechnen muss, wenn man nicht mehr als 400Pfund monatlich ausgeben möchte.
Auch knüpfe ich schon Kontakte dort und habe zB einen Brieffreund der in London wohnt. So weiß ich schon mal, dass ich dort nicht vollkommen alleine da stehen werde, was ziemlich beruhigend ist.

Mich würden Erfahrungen von anderen London-Work and Travelern interessieren und was man aufjedenfall mitnehmen sollte und was man zu Hause lassen kann (ich weiß jetzt schon nicht wie ich das Kofferproblem lösen werde )


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RE: Work & Travel England (UK)

#12 von Eisauge , 02.06.2013 04:55

Hallöchen...
bald ist es soweit: Work and Travel in England startet.
Ich habe mich vor ein paar Wochen bei der Sprachagentur m3 angemeldelt. Ich werde also erstmal 4 Wochen eine Sprachschule besuchen (ist bei mir wohl auch zwingend notwendig - erstaunlich, wie schnell man das schulenglisch wieder aus dem kopf streicht).
Nach den vier Wochen werde ich dann im Hotel- bzw Gastrogewerbe arbeiten. Das alles erledigt die Agentur für mich.
Ich flieg bloß hin und alles andere wird erledigt (herrlich einfach, oder?)
Heute hab ich dann endlich bei der DKB eine Kreditkarte & Girokonto beantragt (alles kostenlos) und eine Reiseversicherung (Kranken-, Haftpflicht-, Unfallversicherung) für 37€/Monat abgeschlossen.
Nu wird in England nur noch mit Hilfe der Sprachagentur ein Konto eröffnet (alles im Service enthalten).
Und dann können aufregende 13 Monate beginnen

Wie siehts bei euch aus?
Habt ihr genaueres geplant? Wann solls losgehen?


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RE: Work & Travel England (UK)

#13 von harryheck , 11.06.2013 20:14

Zitat von cascada4life
Hallo zusammen,
auch von meiner Seite vielen Dank für die tollen Tipps
Wollte ja ursprünglich W&T in Kanada machen, aber das ist dieses Jahr so schwierig mit dem neuen OnlineVerfahren, dass ich mir überlege, vielleicht auf England auszuweichen.
Deshalb habe ich paar kleine Fragen, würde mich freuen wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet:
1. Brauch man ein spezielles W&T Visa für England oder einfach einreisen und dann die Sozialversicherungsnummer fürs Arbeiten beim Amt holen?
2. Genügt die normale europäische Krankenversicherung oder muss ich hier eine spezielle Versicherung abschließen?
3. Gibt es in den Hostels ebenfalls Job-Angebote als Aushang oder einfach bei potentiellen Arbeitgebern vorbeischauen?

Schon mal vielen Dank für eure Hilfe


Schau leider nicht so oft ins Forum, ist zwar spät, aber ich hoffe das bringt Dir trotzdem was:

1. Nein brauchst du nicht. Genau - Du musst zum Jobcenter und dir eine "national insurance number" holen, die schicken sie auch ans Hostel. Dauert ein paar Tage.
2. Du bist dort als Europäer automatisch krankenversichert, ja. Kommst halt bestimmt nicht als erster dran wenn du zum Arzt gehst, aber ich musste zum Glück nie zum Arzt..
3. Selten. In London mehr als zB in Brighton


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RE: Work & Travel England (UK)

#14 von harryheck , 11.06.2013 20:40

Zitat von Lily2011

Ich würde zB auch noch die Seite http://www.gumtree.com bezüglich Jobs und Wohnungen empfehlen. Da gucke ich auch regelmäßig mal rein, um Preise zu vergleichen und schon mal eine Vorstellung davon zu bekommen, mit welchen WG-Zimmern man rechnen muss, wenn man nicht mehr als 400Pfund monatlich ausgeben möchte.



Der Tipp mit Gumtree ist top, das ist in England wirklich total beliebt. Ist prinzipiell eine Kleinanzeigen Seite - da gibt es aber wirklich alles, kann man mit Craigslist in den USA vergleichen.
Wenn man es ganz schlau machen will, kann man sich im Rahmen der Vorbereitung auch schon zuhause ein Zimmer für den Anfang in England suchen. Es gibt, gerade über die Zeit von Juli-September, richtig viele Studenten die ihr Zimmer zur Zwischenmiete vermieten. Die haben da Sommerferien und die meisten gehen natürlich nachhause.
Vorteile sind klar:

-Man lebt höchstwahrscheinlich die ersten Wochen mit Studenten zusammen die einem sicher einiges über die Stadt erzählen können
-Man knüpft dadurch erste Kontakte
-Man spart im Vergleich zum Hostel Geld (nicht jedes Hostel hat eine Küche!)
-Man muss nicht jede Nacht in einem Hochbett mit ein paar Unbekannten im Zimmer schlafen (nichts gegen Hostels, aber für mehr als 1 Woche finde ich das schrecklich)


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RE: Work & Travel England (UK)

#15 von bastigoescanada , 24.06.2013 09:31

Kann den Benutzer bitte mal jemand sperren? Der spammt hier alles voll mit den blöden Reiseinfo Seiten..


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RE: Work & Travel England (UK)

#16 von amex , 08.08.2014 13:12

Hey Leute,
ich wurde von diesem Forum inspiriert nach England zu fahren. Da ich immens von den Erfahrungen der anderen profitiert habe möchte ich mal was zurückgeben in Form eines kurzen Beitrags.
Ich war ebenfalls in Brighton hab im Vorfeld nichts geplant bis auf bahnticket und den Bus von London nach Brighton. Ich bin mit dem Zug/Bus gefahren weil ich 2 Gepäckstücke dabei hab und des mit dem Flug teuer gewesen wäre. Eigentlich hat das auch gut geklappt 6st zug+2st Bus =110€.

Als ich dann in Brighton angekommen bin war die Ernüchterung erst mal groß da ich in meinem wunschlose kein Bett bekommen hab. Hing damit zusammen, dass ich einen und ungünstigen Zeitpunkt erwischt hab(1.aug we—Brighton Pride), also musste ich mit einem anderen hostel vorlieb nehmen dem SOBO in der Seafield Road. Des hostel war in schlechtem Zustand mit vielen merkwürdigen Personen als Gäste, darüber hinaus auch noch teuer. Also mein tipp vorbuchen übers inet dann passiert so was nicht. Ich bin dann nach 3 Tagen ins Gravapine hostel in der North Road gewechselt. Hier ist es viel besser in jeder Hinsicht(preis 90GBP pro Woche). Ein weiterer großer Vorteil: das Hostel liegt an einer der belebtesten Straßen von Brighton direkt im Zentrum.
Ich hab dann auf Geheiß meines Vorredners mich nach Jobs bei amex umgesehen und hab kurze zeit später auch die Zeitarbeitsagentur gefunden. Manpower UK ist einer der größten personaldienstleiser der Welt und ich bin echt zufrieden. Hab an meinem registrierungstag sofort 3 Angebote von amex bekommen, dann wurde mein CV von Manpower rumgeschickt. nach 2 Vorstellungsgesprächen, die hier teilweise auch auf deutsch laufen, hab ich einen Job im B2B credit Service bekommen(10,97 GBP/St + leistungsabhängigere Bonus!!). Ich würde behaupten, dass ein Abiturient der nix kann, nix weiß nirgendwo in Brighton besser verdienen kann. Die im Hostel arbeiten zu 95% nicht bei Amex und bekommen entweder den Mindestlohn(6,31GBP) oder leicht drüber. Davon kann man leben ist aber eingeschränkt mit essen gehen oder sonstigen Luxus.

Brighton an sich ist ne sehr schöne Stadt mit viel Strand und gut besuchten Einkaufssraßen, also nur zu empfehlen.
Zum Bankkonto/National Insurence Number(NIN) kann ist soviel sagen. Des ist viel beschissener als in Dt. Ich hab die NIN gleich am 2.Tag beantragt und mir wurde gesagt des dauert 8 Wochen. Das Jobcentre plus hat mir da wenig geholfen da alles über die Hotline abgewickelt wird. Das Ergebnis ist das man vor dem Erhalt dieser Nummer mehr Steuern zahlt die man dann aber wieder zurück bekommt. Das Bankkonto werde ich bei Barclays eröffnen, da die größte Bank Europas(HSBC) mich als Kunden aufgrund meiner „langen“ Aufenthaltsdauer nicht wollte.
Das sind soweit die Erfahrungen aus 3 Wochen.
MFG
Felix

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zuletzt bearbeitet 08.08.2014 | Top

RE: Work & Travel England (UK)

#17 von harryheck , 18.08.2014 23:32

Hey! Hehe, da kommen Erinnerungen hoch, wenn ich das lese. Freut mich riesig, dass du von den Anderen und mir inspiriert wurdest!

Im SOBO war ich auch für ein paar Nächte - absolut nicht zu empfehlen, der Schuppen, kann deine Erfahrungen nur bestätigen. Die meisten Hostels sind Freitag und am Wochenende ausgebucht, also sollte man sich wirklich schon im Vorfeld darum kümmern (auch wenn man bei so einem Vorhaben nicht immer allzu viel planen kann).

Das Problem an der ganzen Bankkonto Sache in England ist, dass man dringend eine Bestätigung der eigenen Adresse, eine "Proof of Address" braucht. Das stellen einem einerseits manche Hostels aus, andererseites nehmen das aber auch nicht alle Banken an.
So auch HSBC - da hatte ich 2 Wochen drauf gewartet, nur um zu hören, dass es nicht hinhaut.
Geklappt hat es bei mir bei dann bei Llodys TSB, komischerweise aber erst beim zweiten mal. Der erste Mitarbeiter meinte, dass ich mindestens schon 6 Monate in England gelebt haben musste, dem zweiten musste ich noch nicht mal meine Proof of Address zeigen - da sieht man mal wie strikt die mit ihrem Reglement sind!
Mit der National Insurance Number hatte ich allerdings weniger Probleme, die wurde mir binnen einer Woche zugesendet (auch ans Hostel).

Lass krachen in Brighton!
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